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Frederick Matthias Alexander wurde 1869 in Tasmanien als Ältester von acht Geschwistern geboren. Mit 17 Jahren nahm er seine erste Stelle in einem Büro der Bergwerkstadt Mount Bischoff an und begann gleichzeitig in seiner Freizeit mit Musik- und Schauspielunterricht. 

Drei Jahre später zog er nach Melbourne, Australien, um seinem Interesse für Theater und Musik nachgehen zu können, und um seine Ausbildung als Rezitator und Schauspieler zu vervollständigen. Er hatte Erfolg, doch Atembeschwerden und zunehmende Heiserkeit führten beim Rezitieren zum Versagen seiner Stimme. Dieses Problem zeigte sich nur auf der Bühne, und da verschiedene Ärzte keine Diagnose stellen konnten, rieten sie zur Schonung der Stimme. Doch auch dies löste sein Problem nicht. 

Alexander beschloss, seinen Schwierigkeiten selbst auf den Grund zu gehen. Er fand heraus, dass er durch die Art und Weise, wie er seinen Körper beim Sprechen einsetzte, seine Stimmprobleme selbst verursachte. Durch Selbstbeobachtung mit Hilfe mehrerer Spiegel stellte er fest, dass er den Kopf beim Rezitieren nach hinten und unten, die Schultern nach oben zog, dadurch den Brustkorb verengte und Druck auf den Kehlkopf ausübte. 

Auch wenn er sich schnell von seinen akuten Stimmproblemen befreien konnte, ließ ihn sein grundsätzliches Forschungsinteresse die Experimente weitere zehn Jahre fortführen. So entwickelte er eine Methode, mit der ungünstige Reaktions- und Verhaltensweisen im täglichen Leben erkannt und verändert werden können und ein ausgewogener und natürlicher GEBRAUCH DES SELBST ermöglicht wird. 

Während er weiterhin als Schauspieler und Rezitator arbeitete, wandten sich Kollegen immer häufiger wegen ihrer eigenen Stimm- und Atemprobleme an ihn, ebenso schickten Ärzte ihm ihre schwierigen Fälle. Man nannte ihn den "breathing man". Zuerst in Melbourne, später in Sydney, wo er als Direktor am Operatic and Dramatic Conservatorium tätig war, und anschließend in London wurde seine Arbeit bekannt. 

Während des ersten Weltkrieges ließ F. M. Alexander sich in New York nieder. Nach Kriegsende wirkte er bis 1929 halbjährlich wechselnd in den USA und in London. In London gründete er 1924 eine private Grundschule, in der neben dem normalen Lehrplan auch seine Technik unterrichtet wurde. Er war davon überzeugt, dass Erziehung der Schlüssel zur gesellschaftlichen Entwicklung ist. 

1930 entstand die erste Ausbildungsklasse für Lehrerinnen und Lehrer der Alexan-der-Technik in London. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges zog er wieder in die USA, kehrte aber 1943 endgültig nach London zurück. 

An seinem achtzigsten Geburtstag wurde in London die erste Gesellschaft für Alexander-Technik (STAT) gegründet. 

F. M. Alexander verstarb 1955, 86-jährig, in London. 

(Quelle: Alexander-Technik-Verband Deutschland e.V.)
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